Mittwoch, 26. März 2014

Rezension; Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson

Bewertung: 4 von 5 Herzen
Autor: Jonas Jonasson
ISBN: 978-3-570-58512-2





Zeilen aus der Seite
"Ungefähr zur selben Zeit gelang es Nombeko besser als erwartet, die Gedanken von Holger 1 von der Kiste abzulenken, indem sie ihn auf die Schulbank kommandierte, damit er einen Hubschrauberführerschein machte. Eine Gefahr sah sie darin nicht."











Autor
Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist und gründete später eine eigene Medien-Consulting-Firma. Nach 20 Jahren in der Medienwelt hatt er Lust auf einen radikalen Neuanfang, verkaufte die Firma und schrieb den Roman "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Sein Debüt wurde in Schweden - und danach weltweit - zum gefeierten Bestseller. Jonas Jonasson lebt auf der schwedischen Insel Gotland.


Inhalt
Die junge Nombeko kann zwar nicht lesen, ist aber in Rechengenie und hebt - obwohl sie im grössten Slum Südafrikas lebt - mal kurz die Welt aus den angeln. Und das als Latrinentonnenträgerin. Als sie nach einem Unfall zu einem mehrjährigen Arbeitsdienst bei einem einfältigen Ingenieur gezwungen wird, ist Nombeko fast zufällig am Bau nuklearer Sprengköpfe beteiligt. Kurz darauf führt sie gekonnt Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt und setzt sich nach einem besonders brisanten Geschäft nach Schweden ab. Dort begegnet ihr ganz unerwartet die grosse Liebe in der Gestalt eines jungen Mannes namens Holger. Diese neue Erfahrung bringt nicht nur Nombekos Leben, sondern nebenbei auch noch die gesamte Weltpolitik durcheinander. Bis sie sich am Ende mit einem König und einem Ministerpräsidenten im Laderaum eines Lieferwagens wiederfindet. Und in diesem Moment schwebt die ganze Welt, wie wir sie kennen, in höchster Gefahr.
Quelle: Carl's Books


Rezension
Als ich der neue Roman von Jonas Jonasson in den Regalen stehen sah, musste ich ihn mir einfach packen. Da mich sein erster Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ total begeistern konnte, erhoffte ich mir von „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ natürlich einiges. Ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde und mich das nun umso mehr freut.
 
Fest steht, dass Jonas Jonasson ein wirklich eigener Schreibstil hat, welcher mich immer wieder begeistern konnte. Seine humorvolle Art, lässt auch einen Todesfall als nicht all zu tragisch erscheinen. Durch eben sein eigene Art zu schreiben, erinnerte mich „Die Analphabetin,…“ doch auch ziemlich stark an „Der Hundertjährige,…“. Ich war mir anfangs nicht ganz im Klaren ob ich es nun negativ oder als positiv empfinden soll. Ich entschied mich für letzteres, denn es hat mich tatsächlich nicht im Geringsten gestört. Auch hier wurde wieder eine sehr ausgefallene Geschichte geschaffen, die einen manchmal denken lässt, schlimmer und verrückter kann es doch gar nicht mehr kommen… Doch es kann. Es gibt auch hier wieder verschiedenen Geschichten zu Personen, die am Ende alle zusammen treffen. Bei manchen kann man sagen, das die eine noch verrückter als die andere Person ist. Da wäre z.B. Ingmar Quist, der unbedingt ein Junge möchte als seinen Nachfahren. Seine Frau bringt dann allerdings unterwartet Zwillinge zur Welt und da Ingmar aus versehen die Jungen vertauscht und nicht mehr weiss, welcher der Erste war, beschliesst er einfach Beide Holger zu nennen. Er sieht daran den Vorteil, dass sie nur einen bei den Behörden melden und so die Schule abwechselnd besuchen können. Den eigentlich möchte Ingmar seinen Buben nur seine Überzeugung einbläuen, dass die Monarchie gestürzt werden muss.
 
Von der Verrücktheit der Geschehnisse her, grenzt dieses Buch schon sehr an "Der Hundertjährige,...". Dennoch ist es eine eigenen Geschichte die in meinen Augen sehr gelungen ist. Zum Schluss hin wurde es mir dann jedoch fast etwas zu viel und empfand das Ende etwas hinausgezögert. Deshalb gibt es einen kleinen Abzug aber ich würde das Buch trotzdem wieder Lesen und kann es daher gerne weiterempfehlen.
 
"Die Analphabetin, die rechnen konnte" erhält von mir 4 von 5 Herzen.
 
 

Kommentare:

  1. Von der Inhaltsangabe her erinnert mich die Geschichte schon sehr stark an den "Hundertjährigen" und auch der Schreibstil scheint ja sehr ähnlich zu sein. Gut zu wissen, dass das nicht stören muss, denn das schreckt mich schon etwas ab, obwohl ich vom Erstling ja begeistert war.

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  2. Den "Hundertjährigen" habe ich gelesen. Ich fand ihn, naja, nicht so imponierend. Trotzdem, ich werde Jonas Jonassons aktuellen Roman lesen. Jedenfalls habe ich es vor. "Der Hundertjährige" lief über Weihnachten in den schwedischen Kinos. Voll abgefahrener Film.

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  3. Na das klingt ja super, dann hab ich mir ja scheinbar das richitge Buch gekauft. Es hat erst vo wenigen Tagen Einzug in mein SuB gehalten. Jetzt freu ich mich ja schon riesig aufs Lesen :-). Vielen Dank :-) Lg Franzi

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  4. Hallo,

    erst mal toller Blog! Besonders dein Header mit dem Spruch-klasse! Das wünscht sich wohl jede Leseeule;)
    Nach deiner Rezension bin ich echt froh, mir das Buch gekauft zu haben! Mal schauen, wann ich die Zeit habe, es zu lesen...
    Bis dahin ganz LG und noch ein schönes Restwochenende!
    Anne

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